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Usinger Anzeiger - 02.11.2015

Die bösen Geister vertreiben

Sehr gut besucht ist die Irrlichternacht in Eschbach / Parcours und Harfenspiel

Usinger Anzeiger 2015

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ESCHBACH - (cju). W√§hrend in der Usinger Innenstadt mit Halloween reichlich Trubel herrschte, kam die Irrlichternacht der Revierf√∂rsterei Usingen in Zusammenarbeit mit dem Verein f√ľr Naturp√§dagogik, Wichtelland und den Harfenspielern vom Verein Kulturgeister ebenfalls sehr gut an.

155 Erwachsene plus 15 vom Helferteam, dazu 150 Kinder, die mit oder ohne Begleitung den vorbereiteten Weg abliefen – diese Veranstaltung ist ohne Frage sehr attraktiv. Das sah man auch an den vielen Autos, die am Parkplatz Eschbacher Klippen abgestellt waren und anhand der Kennzeichen lie√ü sich ablesen, dass nicht nur im Usinger Land lebhaftes Interesse besteht. Wir werden im Vorfeld immer wieder angerufen und gefragt, ob es wieder stattfindet“, wusste Revierf√∂rster Karl-Matthias Gro√ü zu berichten.

Er begr√ľ√üte die aufgeregten Kinder und ihre Begleitpersonen mit einem kr√§ftigen Hornsignal und erinnerte daran, dass fr√ľher eben nicht Halloween, sondern Allerseelen und Allerheiligen Feiertage waren. Die Menschen suchten den Weg des Spirituellen und wollten gleichzeitig die b√∂sen Geister vertreiben. Dies taten sie mit gruseligen Masken und nat√ľrlich auch mit L√§rm.

Doch Groß hielt sich nicht mit langen Vorreden auf, sondern gab schon schnell den Weg ins Innere des Waldes frei.

Zw√∂lf Waldstrolche im Alter von sechs bis zw√∂lf Jahren, zumeist ehemalige Waldkindergartenkinder aus Pfaffenwiesbach und Umgebung, hatten f√ľnf Stationen mit Naturmaterialien fantasievoll gestaltet. 450 Lichtergl√§ser, zum Teil dekoriert oder mit Moos, Holz oder anderem schattiert sowie 15 H√§ngelaternen sorgten daf√ľr, dass die Atmosph√§re stimmte. Der Wald war in ein leicht flackerndes Licht getaucht und kleine Gespenster oder Geister machten sich auf den Weg.

Im Innern des Waldes warteten die Harfenspieler vom Verein Kulturgeister auf jene, die sich trauten, den Parcours abzulaufen. Das war aber die Mehrheit Рnur die ganz kleinen Besucher schauten mitunter etwas ängstlich aus ihren Anoraks Richtung Lichterweg. Wer mochte, konnte beim Klang der Harfen in die Lichterspirale treten und dort das Ganze auf sich wirken lassen.

Weil der Andrang so gro√ü war, hatte man vom Naturpark Hochtaunus zur Verf√ľgung gestellte B√§nke und Tische rund um ein Lagerfeuer aufgebaut und verkaufte dort 150 W√ľrstchen mit ebenso vielen Br√∂tchen sowie 120 Brezel vom B√§cker Etzel aus Wehrheim. Au√üerdem wurde Kinderpunsch und Fr√ľchtetee gereicht – ‚Äědie haben wir nach unserem Geheimrezept mit S√§ften und leckeren Gew√ľrzen noch verbessert“, so Andrea Pf√§fflin vom Waldkindergarten.

Am Lagerfeuer gab es angeregte Gespr√§che und so wurde die Wartezeit kurzweilig gestaltet. Und das Sch√∂nste: Weil Gro√ü schon um 18 Uhr das Signal mit seinem Horn gab, war mehr als ausreichend Zeit, auch in der Innenstadt noch einmal Halloween zu feiern. Spa√ü gemacht hat es allen, die mit dabei waren. Viele kommen regelm√§√üig und werden sich den letzten Freitag im Oktober schon f√ľr 2016 rot im Kalender ankreuzen.

 Hinweis

Artikel in der Online-Ausgabe des Usinger Anzeigers - www.usinger-anzeiger.de
 

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