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Aktionen und Projekte - Anti-Diskriminierungs-Aktion

Thema: Offener Brief  Amanita Forum und  Igor Warneck
 

Sehr geehrte Amanita Besucher

Dies ist ein offener Brief an Sie Alle. Es ist nicht meine Art und ehrlich gesagt das erste Mal derartige Briefe in ein Forum zu stellen aber da ein Sir Thomas Administrator bei Ihrem Forum ist und sicher auch einige die Homepage seines vor kurzem gegr├╝ndeten ÔÇ×Druidenordens“ kennen m├Âchte ich hiermit folgendes klarstellen:

Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass  von ÔÇ×Sir Thomas“  ein viele Jahre alter Artikel der Zeitung "Heidenarbeit", des Rabenclans ins Internet gestellt wurde, der nachweislich falsche Anschuldigungen gegen├╝ber meiner Person als auch dem YGGDRASIL-Kreis e.V. enth├Ąlt. Leider hat der Sir bisher nicht auf meine Post oder mails reagiert. Auch auf meinen Versuch ein kl├Ąrendes Gespr├Ąch zu f├╝hren wurde seit Monaten nicht reagiert.

Ich m├Âchte Sie daher ausdr├╝cklich darauf hinweisen, dass den in diesem Artikel gemachten Aussagen, mehrfach rechtlich erfolgreich widersprochen wurde.  Frau Stefanie v Schnurrbein hat in Ihrem Buch deutlich gemacht, dass sie keinen Kontakt mit mir hatte. Ihre Aussagen sind lediglich Vermutungen, basierend auf Gerede Dritter.

Dem WDR wurde vom K├Âlner Oberlandesgericht verboten den Film ÔÇ×F├╝hrer Kulte Lichtgestalten mit Aussagen gleichen Inhalts, nochmals zu senden (bei einer Strafandrohung von 500 000 DM). Das Frankfurter Landgericht hat dem KNAUR-Verlag untersagt, das gleichnamige Buch ohne Einleger mit einer Richtigstellung zu verkaufen.

Ich ging davon aus  dass Sir Thomas  diesen Sachverhalt nicht kannte und in guter Absicht gehandelt hatte und bat darum den uralten Artikel umgehend von der Homepage zu nehmen. Eine L├╝ge bleibt eine L├╝ge auch wenn sie bei jemandem abgeschrieben wurde.

Sir Thomas ist f├╝r den Inhalt juristisch voll verantwortlich! Auch fragte ich mich was er mit dieser Ver├Âffentlichung nach vielen Jahren bewirken will , da er mich ja noch nicht einmal kennt.

Ich vermute Sir Thomas ist etwas anges├Ąuert dar├╝ber das der Aufnahmeantrag seines vor Kurzem gegr├╝ndeten ÔÇ×Druidenordens“ bei den ÔÇ×KultURgeistern Dachverband f├╝r Traditionelle Naturreligion ÔÇ× nicht angenommen wurde , da er weder eine Ausbildung nachweisen kann noch meines Wissens Mitglied in einer echten Druidengemeinschaft war oder ist. Darunter verstehe ich die Gruppen die ein fundiertes Lehrgeb├Ąude besitzen und sich auch international darauf geeinigt haben nach welchen Kriterien sie den Titel ÔÇ×Druide ,Barde oder Ovate benutzen. Unser Dachverband vertritt Gruppen die seit 1717 und 1890 offiziell existieren. Schweigegel├╝bde und Vasalleneide wie bei diesem ÔÇ×Sir“ geh├Âren hier bestimmt nicht hinein. Die Entscheidung den ÔÇ×Thomasorden“  nicht in den Dachverband aufzunehmen ist nicht alleine meine Entscheidung gewesen sondern wurde von allen Gruppen einstimmig beschlossen. Es hat niemand von uns etwas gegen freifliegende Hexen und Zauberer – im Gegenteil -aber man sollte wenigstens die Grundlagen kennen (z.B. den ├╝berlieferten echten Kalender die korrekte Aussprache etc) wenn man sich schon in die ├ľffentlichkeit begibt und sich als Druide bezeichnet. Wir alle haben den Eindruck bekommen das es sich hier um eine nicht seri├Âse Person handelt. Thomas besitzt auch keinen offiziellen Nachweis ├╝ber eine Mitgliedschaft in authentischen Orden oder Gruppen die Voraussetzung f├╝r die Mitgliedschaft bei uns sind wenn man einen ÔÇ×Druidenorden“ vertreten m├Âchte.

Um Naturreligion von staatlicher Seite anerkennen zu lassen gibt es Vorbedingungen wie beispielsweise ein authentisches Lehrgeb├Ąude und eine fortlaufende Arbeit. Die gesetzliche Anerkennung unserer Naturreligionen ist das Ziel unseres Dachverbandes. Ich gr├╝sse daher alle Menschen freifliegend oder nicht auf diesem Wege und bitte Sie Alle diese unsere gemeinsame Arbeit zu unterst├╝tzen. In dem Dachverband KultURgeister sind Gruppen die diese Kriterien erf├╝llen. Auch freifliegende Hexen und Heiden werden von uns vertreten (z.B. in der Anti Diskriminisierungs Lobby) – aber wir legen Wert darauf das die Mitglieder keinen Etikettenschwindel betreiben .Wir haben daher also gute Chancen in naher Zukunft eine staatliche Annerkennung zu erreichen wenn wir alle zusammen arbeiten! Ich kenne Dich Igor Warneck ├╝ber viele Jahre und sch├Ątze Deine Arbeit sehr. Um so mehr wundere ich mich jetzt solche Leute bei Amanita im Forum als ÔÇ×Ansprechpartner“ zu finden..

Auf dem Heidentag im September werden wir in einem Forum ├╝ber die Unterschiede von sog. Priestern und Heidnischen ├äquivalenten sprechen und die sehr unterschiedlichen Vorgehensweisen unserer Mitglieder und Gruppen besprechen und aufzeigen. Ich m├Âchte alle interessierten Personen einladen sich aktiv an diesem Forum zu beteiligen. Die gr├Âssten heidnischen Gruppen haben Ihre Mitarbeit und Anwesenheit bereits angek├╝ndigt.

Die Vorgehensweise eines Ansprechpartners und Administrators Personen zu diffamieren die er noch nicht einmal kennt scheint mir nicht grade spirituell -und f├╝r einen echten Druiden ist sie garantiert nicht angemessen. Sp├Ątestens nach meinen Briefen oder mails h├Ątte er sich bereits vor Monaten mit mir in Verbindung  setzen k├Ânnen um die Wahrheit zu kl├Ąren und seinen guten Willen zu zeigen.

Das ist nicht erfolgt – daher mein offener Brief an Sie Alle im Forum.....

Ich werde mich vermutlich in keiner Ihrer sp├Ąteren Diskussionen zu Worte melden , da ich lieber im Wald sitze und Harfe spiele oder B├Ąume pflanze als vor dem PC zu sitzen und mich mit Leuten zu streiten die mir die Zeit eigentlich nicht wert sind Wenn Sie mir etwas dar├╝ber mitteilen m├Âchten k├Ânnen Sie mir das gerne mailen ich beantworte jeden anst├Ąndigen Brief...... Pardon – ich arbeite lieber f├╝r etwas als dagegen. Ich mag auch keine fruchtlosen Internetdiskussionen bei denen nichts herauskommt .Allerdings f├╝hle ich mich der Wahrheit verpflichtet. Meine, unsere  bisherige Arbeit spricht f├╝r sich. Wir haben tausende von B├Ąumen gepflanzt und Gruppen im ganzen Land die Feste und ├ťbergangsrituale durchf├╝hren. Viele Menschen glauben sich  im Internet stark und klopfen grosse Spr├╝che... leider oft ohne den n├Âtigen Hintergrund. Ich pers├Ânlich arbeite nun seit 30 Jahren in der heidnischen Szene. Es gibt sehr sehr viele Leute die mich dadurch pers├Ânlich kennen. Ich habe f├╝r Belange afrikanische Asylbewerber schon getrommelt als viele noch gar nichts von Naturreligion wussten. Daran hat sich bis heute nichts ge├Ąndert. Um so mehr ├Ąrgert es mich wenn jemand hintenrum solch dreiste L├╝gen ├╝ber mich verbreitet  und mich direkt und indirekt als Rechten darstellt um mir absichtlich eins auszuwischen. Wenn ich demn├Ąchst mal das pers├Ânliche Vergn├╝gen haben werde den Herren zu treffen werde ich mit Ihm direkt kl├Ąren was ich von sowas halte.

Machen  Sie sich ein eigenes Bild und dann tun Sie was Sie  wollen aber bitte ohne jemandem zu schaden. An den Taten erkennt man die Menschen, nicht an den Spr├╝chen.

Die Tragweite seiner Behauptungen ist bereits von vielen Personen angezweifelt werden und als boshafte L├╝ge erkannt wurden ..Wenn ein Druide sich ÔÇ×Sir“ nennt ist das f├╝r mich  so akzeptabel wie wenn sich ein Nazi ├Âffentlich einen traditionellen afrikanischen Namen gibt. Das ist einfach so zu offensichtlich ....– das haben viele auch bereits  bemerkt.

Wie schreibt Sir Thomas so sch├Ân : Die Wahrheit kommt doch immer ans Licht ! Auch bei Ihm selbst wie es scheint......vielleicht mit einiger Verz├Âgerung.

Die meisten von uns haben einen gleichen Traum – lassen Sie uns doch alle endlich aufwachen und daran arbeiten das dieser Traum Wirklichkeit wird .An Ihnen und uns allen wird es liegen welche Kr├Ąfte wir unterst├╝tzen und was wir alle auf Dauer erreichen k├Ânnen. Viele gute Ans├Ątze sind in der Vergangenheit an pers├Ânlichen Profilneurosen und Machtk├Ąmpfen gescheitert. Ich bin zuversichtlich bei den KultURgeistern anderes bewirken zu k├Ânnen. Es ist eine grosse Chance f├╝r uns naturreligi├Âsen Menschen .

Alles was Du tust kehrt dreifach zur├╝ck sagen die Alten...denken Sie daran wenn Sie wieder in irgendwelchen Forum in der Cyberwelt zusammenkommen  und sich mit irgendjemanden bekriegen – welche wirklich wichtigen Verbesserungen haben uns diese Hypnotisiermaschinen  K├Ąmpfe eigentlich bisher gebracht ? -  das echte Leben spielt sich meist doch ganz woanders ab !

Daher viele Segensw├╝nschen f├╝r Sie Alle die guten Willens sind –  den ÔÇ× Sir Druiden“ Thomas ausgenommen

Ich freue mich darauf mit einigen von Ihnen am Heidentag ums Feuer zu tanzen und Musik zu machen oder Sie in unserem Heidnischen Erfahrungsfeld und der Lichterspirale begr├╝ssen zu d├╝rfen. Vielleicht haben Sie auch Lust sich aktiv zu beteiligen. Jeder der das ehrlich will kann unsere gemeinn├╝tzige Arbeit unterst├╝tzen - Wir freuen uns darauf.

L├╝gner und hinterh├Ąltige b├Âswillige Denunzianten m├Âchten wir da nicht mit dabei haben.

Dieser offene Brief  an Sie Alle ist auch auf unser Homepage  zu finden.

Auf eine offizielle Stellungnahme von ÔÇ×Amanita“ und  Dir Igor warte ich.....

Liebe und Vertrauen

Volkert Volkmann
1. Vorsitzender Dachverband KultURgeister e.V.

 

Aus dem  Amanita Forum von  Igor Warneck - AMANITA FORUM Allgemeines PLAUDERECKE

Igor Warneck

Dunkel ins Licht - Licht im Dunkeln

┬ź am: 3.08.2004 - 12:58 ┬╗

Dunkel ins Licht – Licht im Dunkeln

Anstatt einer Stellungnahme zu dem Offenen Brief des Yggdrasil-Kreises an mich und Amanita, hier meine Gedanken zu diesem Thema, welche meines Erachtens nach einer Stellungnahme gleichkommen.

Seit achtzehn Jahren setze ich mich mit esoterischen und naturreligi├Âsen Themen intensiv auseinander. Geboren wurde dieser Zugang bei meinen vielen Aufenthalten in unseren W├Ąldern, da sie mir die seelische Zuflucht boten, welche ich damals aufgrund meines Elternhauses ben├Âtigte. Eine solche seelische Zuflucht ist leichter in den W├Ąldern als unter Menschen zu finden – zumindest f├╝r mich. Der Umgang mit den Kr├Ąften der Natur sensibilisiert allerdings auch sehr die Wahrnehmung gegen├╝ber Menschen und anderen Lebewesen auf unserem Planeten.

1989 fand ich durch einen liebevollen Zufall Zugang zur deutschen Heidenszene. Ich glaube es war 1993, da wurde ich zum Chef-Redakteur der Hexen-Zeit-Schrift berufen und zwar mit den Worten von Marion: ÔÇ×Wer au├čer Dir sollte die Stimme der G├Âttin besser vertreten als Du?“ Dann initiierte ich die Gr├╝ndung des Rabenclan. Die Idee dahinter bestand darin, die vielen verstreuten Heiden oder magisch interessierten einmal zusammen zu bekommen. Nicht mit gro├čen hehren Zielen, sondern einfach aus dem Grund: Es macht mehr Freude gemeinsam etwas zu machen, als allein. Die ersten Treffen, welche immer gr├Â├čer wurden, und immer gr├Â├čer, waren eine Freude f├╝r die Seele. Und dann wurde ein Verein gegr├╝ndet und die Freude war f├╝r mich dahin. Nach inneren Streitigkeiten des ÔÇ×Godischen Rates im Rabenclan“ (mittlerweile hatte ich den Titel des Goden erhalten) zog ich mich aus diesen Querelen zur├╝ck und legte einige Zeit sp├Ąter den offiziellen Titel des Goden ab. Mir reichte mein Igor Warneck als Titel hinreichend und das tut er auch noch bis heute. Es folgte dann sp├Ąter die Herausgabe von Hag&Hexe, zusammen mit Vicky Gabriel und nach einem finanziellen und energetischen Burnout mein Abschied aus der Heidenszene in Deutschland. Jetzt bin ich wieder da. Heute allerdings bezeichne ich mich als Transkontinental-Gode, denn mein Zugang zu allen alten Stammesreligionen f├Ąllt mir leicht und ich werde gerne willkommen gehei├čen. Wir leben in einer sehr gro├čen Welt die ihre Geheimnisse und ihre Reicht├╝mer hat und jeder von uns Menschen ist ein Fliegenschiss im Universum. Wenn ich meinen Blick am Lagerfeuer in die Sterne schweifen lasse, dann freue ich mich dar├╝ber das vielleicht irgendwo da drau├čen jemand mein kleines Lagerfeuer genauso als Stern erkennen kann und sich dar├╝ber freut dass ich sein Lagerfeuer sehe.

Doch die vielen kleinen Feuer werden immer weniger.

Die Zeit der gro├čen Feuer ist gekommen.

Trotzdem genie├če ich auch weiterhin mein kleines Lagerfeuer an dem ich in einem kleinen Freundeskreis meine Liebe, meine Freude und meine Ruhe finden kann – so wie dies viele andere Menschen und Wesenheiten im ganzen Universum machen.

Amanita ist ein sehr gro├čes Lagerfeuer und immer wenn Menschen ein so helles Licht erblicken werden sie neugierig. Amanita ist bunt, die Farben des Regenbogens leuchten hell und klar und so sind an unserem gemeinsamen Feuer auch viele Richtungen herzlich willkommen. Was aber an einem solchen Lagerfeuer immer st├Ârend ist, ist ein Mensch der sagt: ÔÇ×Ich bin so wichtig.“ Schon ist die Ruhe dahin, der Frieden schwindet, die Liebe leidet und Ruhe und Entspannung k├Ânnen nicht mehr gefunden werden. Wir sind alle nur ein Fliegenschiss im Universum, wir sind alle gro├č, wir sind alle wichtig. Jeder f├╝r sich und alle miteinander.

Ich habe Treffen mit 3000 Menschen in Polen und ├ľsterreich erlebt wo dies m├Âglich war und ich stellte fest: Es ist m├Âglich. Es ist nicht einfach, aber es ist m├Âglich.

In der deutschen Heidenszene habe ich derartiges nicht erlebt. Immer wieder schwebt dieser Machtkampf irgendwo vorbei. Egospielchen versuchen zu gewinnen. Schattenarbeit findet im Krieg gegen den Anderen statt. Wir haben uns sehr weit entwickelt … vielleicht schaffen wir es auf diese Art und Weise auszurotten, damit Mutter Erde uns zivilisierte Kr├╝ppel endlich absch├╝tteln kann.

Aber vielleicht wird auch ein Traum wahr:

Wir treten Mutter Erde nicht mehr, sondern streicheln sie mit unseren F├╝├čen.

Wir treten nicht mehr gegeneinander, sondern f├╝reinander ein.

Wir entz├╝nden ein Feuer das so gro├č ist das die Sonne sich freut nicht mehr alle Arbeit alleine machen zu m├╝ssen und das durch seine Gr├Â├če die ganze Ego-Kacke vergl├╝hen l├Ąsst, vielleicht ist dann endlich Frieden unter den St├Ąmmen m├Âglich.

Es wird ein sehr gro├čes Feuer sein m├╝ssen!

Jeder Mensch wird an seinen Taten gemessen und nicht an seinen Titeln.

Das Feuer der Liebe brennt und mein Herz brennt mit.

An diesem Feuer arbeite ich auf meine Weise und es ist sehr viel Arbeit und sehr viel Herzblut darinnen. M├Âge die Ego-Kacke vergl├╝hen und das Feuer brennen, sowie die Machtspielchen sich selbst entsorgen  – zerst├Âren lasse ich meinen Traum nicht.

Daf├╝r k├Ąmpfe ich, ohne eine Waffe in der Hand zu f├╝hren.

So sei es!

Igor Warneck

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