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Der Dachverband - Presse/Dokumentation

Frankfurter Neue Presse - 27.08.2011 - Lokalteil Usinger Land

Kunst – in und mit dem Wald
Naturausstellung an den Eschbacher Klippen darf von jedem erweitert werden


Artikel Frankfurter Neue Presse

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Wer zurzeit im Wald an den Eschbacher Klippen unterwegs ist, wird so einiges entdecken, was vorher nicht zu sehen war. Der Waldkunstpfad zum Jahr des Waldes ist ein einzigartiges Projekt fĂŒr Groß und Klein.

Von Corina Appel

Eschbach. Gibt es Wichtel, Zwerge oder gar Drachen im Wald? Und haben BĂ€ume Gesichter? Wer dem Waldkunstpfad an den Eschbacher Klippen folgt, wird erkennen: Ja, es gibt sie. Und sie sind sogar sichtbar. Auch wenn einige menschliche HĂ€nde hierbei ein wenig nachgeholfen haben.


Bei der Eröffnung des Rundweges stellte Revierförster Karl-Matthias Groß kurz die Idee hinter dem Projekt vor, das von der Försterei, dem Waldkindergarten Wichtelland, der Stadt Usingen sowie dem Verein Kulturgeister unterstĂŒtzt und durchgefĂŒhrt wurde. Und die lautete: Im Jahr des Waldes darauf hinweisen, dass der Wald weltweit noch immer in Not ist.
 

2011 Waldkunstpfad

Pro Jahr werde eine WaldflĂ€che vernichtet, die eineinhalb Mal so groß ist wie die BRD. „Das hat schwerwiegende Folgen", stellte Groß fest. Denn der Wald fungiere unter anderem als Staubfilter und Luftregulator. „Und was energetisch passiert, ist noch nicht erforscht", streifte er kurz eine andere Wahrnehmungsebene, denn der Wald sei weit mehr als die Summe seiner BĂ€ume. Mit dem wohl kreisweit einzigartigen Projekt des Waldkunstpfades sollte allerdings gezeigt werden, „dass es nicht unbedingt zerstörerisch sein muss, wenn Menschen etwas KĂŒnstliches in der Natur machen".


Nach diesen Worten lud der Revierförster die gut 30 Besucher zu einem Rundgang ein und forderte sie auf, mit offenen Augen den Weg entlang zu gehen. Hier gab es wahrhaft einiges zu entdecken: Gedichte, Weisheiten und interessante Informationen zum Wald waren an BaumstĂ€mmen befestigt. Es gab BĂ€ume mit Gesichtern aus Ton, Moos und BlĂ€ttern, kleine Skulpturen, die hier und da auf Steinen oder BaumstĂ€mmen platziert waren oder Ornamente, bestehend aus Tannenzapfen, HolzstĂŒcken und Pflanzen. Auch eine „Drachenhöhle" in der mit Moos bewachsenen Wurzel eines umgestĂŒrzten Baumes gab es zu entdecken und eine Steinspirale, verziert mit Rainfarn und Ebereschebeeren. Alle Kunstwerke bestehen ausschließlich aus Naturmaterialien.


2011 Waldkunstpfad

SpaziergĂ€nger, Schulklassen und KindergĂ€rten sind eingeladen, den Naturpfad nicht nur zu erkunden, sondern auch eigene natĂŒrliche Gebilde hinzuzufĂŒgen, erklĂ€rte Volkert Volkmann. Der Vorsitzende des Vereins Kulturgeister und einige Vereinsmitglieder rundeten den Waldspaziergang an exponierten Stellen durch HarfenklĂ€nge und Barden-Gedichte ab.

Der Verein beschĂ€ftigt sich mit traditioneller Naturreligion und lĂ€sst unter anderem die alte bardische Tradition des Singens, Dichtens und Musizie-rens wieder aufleben. Die zumeist selbst geschriebenen Gedichte, untermalt von den sanften KlĂ€ngen der keltischen Harfe, drehten sich, dem Thema entsprechend ebenfalls um die Natur und hier vor allem um die BĂ€ume. Auch Kristina Kalmbach, Umweltbeauftragte der Stadt Usingen, sowie Revierförster Groß brachten ihre BeitrĂ€ge. Kein Wunder, dass am Ende der Veranstaltung kaum ein Besucher direkt zu seinem Auto ging, sondern die harmonische Stimmung noch ein wenig genoss.


Noch etwa vier Wochen ist der Waldkunstpfad zu erleben. Wenn das Projekt gut ankommt, ist eine Ă€hnliche Aktion im nĂ€chsten Jahr denkbar, so Volkmann. Doch vorher stehen noch andere Wald-Veranstaltungen an: Am Montag, 12. September, gibt es eine Vollmondwanderung, am Sonntag, 18. September, ist der Abschluss des Waldkunstpfades und am Samstag, 22.Oktober, dieBaumpflanzaktion fĂŒr die ganze Familie mit Musik und keltisch-germanischen Geschichten. Treffpunkt ist jeweils entweder an den Eschbacher Klippen oder am Jungholz.

 Hinweis

» Artikel in der Online-Ausgabe der Frankfurter Neuen Presse - www.fnp.de
» Artikel in der Online-Ausgabe der Usinger Neuen Presse - www.tz-usingen.de
 

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